Das Wichtigste in Kürze
- Außenliegender Sonnenschutz ist die effektivste Maßnahme gegen sommerliche Hitze in Wohnräumen.
- Der Staat fördert den Einbau über die BEG-Einzelmaßnahmen (BAFA): 15 % Grundförderung, bis zu 20 % mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP).
- Förderfähig sind: Rollläden, Raffstores, Außenjalousien und Fenstermarkisen – jeweils mit automatischer Steuerung und parallel zur Verglasung.
- Nicht gefördert: Gelenkarm- und Kassetten-Markisen, Pergola-Markisen, Lamellendächer und innenliegender Sonnenschutz.
- Wichtig: Der BAFA-Antrag muss vor Beauftragung des Handwerkers gestellt werden.
Sommer in Deutschland bedeutet zunehmend: Räume, die sich bis in den Abend aufheizen und kaum noch abkühlen. Was viele nicht wissen: Es gibt eine einfache, bewährte und staatlich geförderte Lösung – außenliegender Sonnenschutz. Wer rechtzeitig handelt, schützt nicht nur sein Zuhause vor Hitze, sondern profitiert von attraktiven BAFA-Zuschüssen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). TMP erklärt, welche Systeme wirklich etwas bringen, was genau die Förderung abdeckt und wie der Antrag funktioniert.
Warum außenliegender Sonnenschutz so wirksam ist
Der entscheidende Unterschied zwischen außen- und innenliegendem Sonnenschutz liegt darin, wo die Sonnenwärme abgefangen wird. Ein innenliegender Vorhang oder ein Rollo lässt die Wärmestrahlung zunächst durch das Glas, erst dann wird sie blockiert. Die Wärme staut sich bereits im Raum. Außenliegender Sonnenschutz hingegen fängt die Sonnenstrahlung ab, bevor sie das Glas überhaupt erreicht.
Das Ergebnis ist deutlich spürbar: Studien zeigen, dass außenliegender Sonnenschutz die solare Wärmeeinstrahlung um bis zu 75 Prozent reduziert – ein innenliegender Vorhang schafft maximal 15 bis 25 Prozent. Wer im Sommer die Klimaanlage weglassen oder auf ein Minimum reduzieren möchte, kommt an einer außenliegenden Lösung kaum vorbei.
Für den Staat ist das ein wichtiger Hebel: Weniger Kühlenergiebedarf bedeutet weniger CO2-Ausstoß. Deshalb fördert die Bundesregierung über die BEG genau diese Maßnahmen. unter dem Fachbegriff "sommerlicher Waermeschutz".
Welche Systeme infrage kommen – und gefördert werden
Nicht jede Beschattung ist förderfähig. Die BEG-Richtlinien schreiben vor: Gefördert werden ausschließlich außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen, die parallel zu Fenstern oder Verglasungen in der thermischen Gebäudehülle eingebaut werden und über eine automatische Steuerung (strahlungsabhängig oder per Lichtlenksystem) verfügen. Produkte ohne diese automatische Steuerung sind von der Förderung ausgeschlossen.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Systeme förderfähig sind:
System | Funktionsweise | Förderfähig? | Besonderheit |
|---|---|---|---|
Rollladen (außen) | Schiebt sich vor das Fenster; schließt vollständig ab | ✓ Ja (mit Automatik) | Beste Kombination aus Hitzeschutz und Einbruchschutz |
Raffstore / Außenjalousie | Lamellen lassen sich neigen: Lichtlenkung bei gleichzeitigem Hitzeschutz | ✓ Ja (mit Automatik) | Ideal für Büros und Wohnräume mit Tageslichtbedarf |
Fenstermarkise (außen, parallel zur Verglasung) | Rollt sich vor das Fenster aus; leicht und platzsparend | ✓ Ja (mit Automatik) | Günstige Lösung für nachträglichen Einbau |
Textilscreen / Außenrollo | Lichtdurchlässiges Gewebe reduziert Wärmeeintrag bei freier Sicht | ✓ Ja (mit Automatik) | Transparenz bleibt erhalten |
Gelenkarm- / Kassettenmarkise | Klappt über Balkon oder Terrasse aus; nicht parallel zur Verglasung | ✗ Nein | Schützt Freiflächen, aber nicht die Gebäudehülle |
Pergola-Markise / Lamellendach | Überdacht große Flächen; nicht an der Gebäudehülle | ✗ Nein | Nur für Außenbereiche geeignet |
Innenliegendes Rollo / Jalousie | Blockiert Licht nach Glasdurchgang | ✗ Nein | Kein Hitzeschutz an der Quelle |
Welche Steuerung ist Pflicht?
Damit eine Anlage förderfähig ist, muss sie über eine automatische Steuerung verfügen, etwa eine strahlungsabhängige Steuerung (Sonnensensor) oder ein Lichtlenksystem. Manuell bediente Systeme ohne Motorisierung sind ausdrücklich ausgeschlossen. In der Praxis bedeutet das: Ein motorisierter Rollladen mit Wettersteuerung erfüllt die Anforderung. Ein manuell hochgezogener Rollladen ohne Motor nicht.
TMP bietet als Fachbetrieb für Fenster und Türen motorisierte Rollläden, Raffstores und Außenjalousien, auf Wunsch auch mit Smart-Home-Anbindung und Wettersensor. Die Beratung, welches System zu Ihrer Einbausituation passt, übernehmen unsere Experten vor Ort oder telefonisch.
Förderung sommerlicher Wärmeschutz: So funktioniert die BEG-Förderung 2026
Die Förderung für sommerlichen Wärmeschutz läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM). Zuständig für die Bearbeitung und Auszahlung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Hier sind die aktuellen Konditionen für 2026 im Überblick:
Fördersatz und Förderhöhe
- Grundförderung: 15 % der förderfähigen Investitionskosten
- Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP): 20 % der förderfähigen Investitionskosten
- Maximale förderfähige Kosten: 30.000 Euro pro Wohneinheit (ohne iSFP) bzw. 60.000 Euro pro Wohneinheit (mit iSFP)
- Maximaler Zuschuss: bis zu 4.500 Euro (ohne iSFP) bzw. bis zu 12.000 Euro (mit iSFP) pro Wohneinheit
- Mindestinvestitionssumme: 2.000 Euro (Kombination verschiedener Maßnahmen möglich)
Wer ist antragsberechtigt?
Die Förderung steht grundsätzlich offen für Privatpersonen (Eigentümer), Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Unternehmen sowie Kommunen. Voraussetzung: Es muss sich um ein bestehendes Wohngebäude handeln. Für Neubauten gilt die BEG EM nicht.
Steuerliche Alternative: § 35c EStG
Wer die BAFA-Förderung nicht in Anspruch nehmen möchte, kann alternativ die steuerliche Förderung nach § 35c EStG nutzen: Dabei werden 20 Prozent der Sanierungskosten über drei Jahre von der Steuerschuld abgesetzt. Wichtig: Eine Kombination beider Wege ist nicht möglich – man muss sich für eine Option entscheiden. In den meisten Fällen ist der BAFA-Zuschuss vorteilhafter, weil er direkt ausgezahlt wird und unabhängig von der individuellen Steuersituation ist.
Schritt für Schritt: So beantragen Sie die Förderung
Der Ablauf bei der BAFA-Förderung folgt einer festen Reihenfolge. Wer diese nicht einhält, verliert den Anspruch auf Förderung – besonders der Antrag vor Beauftragung des Handwerkers ist zwingend.
Schritt 1: Beratung und Planung
Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb wie TMP beraten, welches System zu Ihrer Einbausituation passt und die Fördervoraussetzungen erfüllt. Wenn Sie den iSFP-Bonus nutzen möchten, brauchen Sie zunächst einen individuellen Sanierungsfahrplan eines zertifizierten Energieberaters – die Kosten dafür werden zu 50 % separat gefördert.
Schritt 2: Antrag beim BAFA stellen – VOR Beauftragung!
Der Förderantrag muss über das BAFA-Kundenportal (www.bafa.de) eingereicht werden, bevor Sie einen Handwerker beauftragen. Planungsleistungen (z. B. Energieberatung, Aufmaß) dürfen vorab in Auftrag gegeben werden – die handwerkliche Umsetzung aber erst nach Antragstellung.
Schritt 3: Förderzusage abwarten, dann beauftragen
Nach der Förderzusage durch die BAFA können Sie den Fachbetrieb verbindlich beauftragen. Die KfW-Bearbeitungszeit beträgt in der Regel einige Wochen – planen Sie diesen Puffer ein.
Schritt 4: Einbau durch Fachbetrieb
Die Montage erfolgt durch einen Fachbetrieb. TMP übernimmt Aufmass, Lieferung und Installation - und stellt alle notwendigen Nachweise bereit (Herstellernachweis: aussenliegende Sonnenschutzvorrichtung mit optimierter Tageslichtversorgung).
Schritt 5: Verwendungsnachweis einreichen
Nach Abschluss der Maßnahme reichen Sie bei der BAFA den Verwendungsnachweis ein – mit Rechnung, Zahlungsnachweis und dem Herstellerdokument. Danach wird der Zuschuss ausgezahlt.
Fazit: Was TMP empfiehlt
Außenliegender Sonnenschutz ist eine der effektivsten Maßnahmen gegen sommerliche Hitze, und eine der wenigen, bei denen der Staat direkt mitfinanziert. Die Förderung über die BEG-Einzelmaßnahmen macht den Einstieg deutlich attraktiver: Wer in motorisierte Rollläden, Raffstores oder Außenjalousien investiert, kann bis zu 20 Prozent der Kosten zurückbekommen.
Als Fachbetrieb für Fenster, Türen und Beschattungssysteme begleitet TMP Sie von der Produktauswahl über das Aufmaß bis zur fertigen Montage – und stellt alle notwendigen Unterlagen für die Förderung bereit. Sprechen Sie uns an: Ein Beratungsgespräch bei TMP ist der erste Schritt zu kühlen Räumen und einem geförderten Sonnenschutz.
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