Wenn die Fenster im Haus in die Jahre kommen, nicht mehr richtig abdichten und nicht den aktuellen Wärmeschutzstandards entsprechen, steht früher oder später der Fenstertausch an. Der Austausch der Fenster ist eine der effektivsten Maßnahmen, um Heizkosten zu senken, Wohnkomfort zu erhöhen und Schimmel- oder Feuchteschäden vorzubeugen. Doch wie läuft der Fenstertausch eigentlich ab? Wie lange dauert der Prozess, wie viel Schmutz entsteht und warum lohnt es sich, einen Fachmann zu beauftragen? Dieser TMP Leitfaden beantwortet die wichtigsten Fragen.
Vorbereitung Fenstertausch: Was ist zu tun, bevor es losgeht?
Bevor die neuen Fenster geliefert werden, muss der Fenstertausch gut vorbereitet werden. Dazu gehört das genaue Aufmaß der vorhandenen Öffnungen, die Auswahl der passenden Fenster (z. B. Material, Verglasung, Schallschutz) und die Terminplanung. Zur Vorbereitung auf den Fenstertausch gehört auch das Freiräumen der Arbeitsbereiche im Inneren: Möbel sollten entfernt oder mit Schutzfolien abgedeckt werden, Türöffnungen lassen sich mit Staubschutztüren oder Klebefolien abschirmen. Außen kann es hilfreich sein, Gehwege freizuhalten, damit Monteure ungehindert arbeiten können.
Wie werden alte Fenster ausgetauscht?
Der eigentliche Austausch der Fenster lässt sich in folgende Arbeitsschritte gliedern:
- Demontage des alten Fensters: Zuerst werden die Fensterflügel entfernt, dann der gesamte Rahmen – gegebenenfalls nach Entfernung von Putz oder Laibungsteilen.
- Vorbereitung der Öffnung: Die Laibung wird von alten Dämmmaterialien, Schaumresten und losem Mauerwerk befreit. Gleichzeitig wird kontrolliert, ob die Öffnung rechtwinklig und tragfähig ist.
- Einsetzen des neuen Fensters: Das neue Fenster wird exakt ausgerichtet und fixiert. Dabei ist eine thermisch optimale Position wichtig, um Wärmebrücken zu vermeiden.
- Abdichtung und Dämmung: Zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk wird hochwertige Abdichtung eingebracht – heute meist in Form von Montageschaum, Dichtbändern oder Silikon.
- Abschlussarbeiten: Innen- und Außenlaibung werden verputzt oder verkleidet, Fensterbänke wieder eingesetzt. Gleichzeitig erfolgt die Funktionsprüfung (Öffnen/Schließen).
Je nach Einbausituation können zusätzliche Schritte wie Fassadendämmung, Rollladenmontage oder Anschluss an ein Smart-Home-System dazukommen.
Fenster austauschen – Aufwand und Dauer
Die Dauer hängt maßgeblich von der Anzahl der Fenster, ihrer Größe und Einbausituation ab. Professionelle Monteure schaffen in der Regel ein Standardfenster in etwa 60–90 Minuten – inklusive Ausbau des alten und Einbau des neuen Fensters.
Bei einem Einfamilienhaus mit mehreren Fenstern können Sie mit folgenden Richtwerten rechnen:
- 1–3 Fenster: meist noch am gleichen Tag erledigt
- 4–7 Fenster: 1–2 Tage
- 8–15 Fenster: 2–3 Tage oder mehr, wenn Zusatzelemente eingebaut werden müssen
Da zwischen der Bestellung und dem Einbautermin oft einige Wochen liegen (Herstellungszeit, Lieferlogistik), kann der Gesamtprozess von der Planung bis zur Fertigstellung mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Innenräume schützen – Schmutz und Staub minimieren
Beim Fenster tauschen entsteht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen unvermeidlich Baustaub und Schmutz. Besonders beim Ausbau alter Fenster und dem Entfernen von Putz oder Dämmmaterialien kann feinster Staub in den Raum gelangen. Professionelle Monteure arbeiten jedoch mit Abdeckfolien, Staubschutztüren und Schutzmatten, um die Belastung zu minimieren.
Tipp: Schützen Sie Bodenbeläge, Möbel und Elektronik zusätzlich mit Abdeckmaterial. Fensteröffnungen sollten während der Arbeit vor Wind und Wetter geschützt werden – etwa durch Spannfolien oder vorübergehende Verkleidungen.
Fensteraustausch selbst erledigen vs. Fachmann beauftragen
Viele Heimwerker fragen sich: Kann ich Fenster selbst tauschen? Grundsätzlich ist der Austausch von Fenstern mit entsprechender Anleitung möglich, wenn Sie handwerklich versiert sind, über geeignete Werkzeuge verfügen und genügend Zeit einplanen.
Allerdings sollten Sie Folgendes bedenken:
- Komplexität der Bauphysik: Der Fenstereinbau ist mehr als nur Einsetzen und Schrauben – Wärmebrücken, Abdichtung und Feuchteschutz müssen fachgerecht ausgeführt werden.
- Energieeffizienz und Fördermittel: Förderprogramme (z. B. BAFA, KfW) setzen häufig eine fachgerechte Montage voraus, sonst entfällt der Zuschuss.
- Garantie und Gewährleistung: Fachbetriebe bieten Gewährleistung auf Produkt und Montage – im Schadensfall ist der Hauseigentümer bei Eigenleistung allein verantwortlich.
Ein Fachmann arbeitet nicht nur schneller, sondern kennt auch die geltenden Normen und Einbautechniken (Fenstermontage nach RAL), die entscheidend für die Lebensdauer Ihrer Fenster sind.
Warum lohnt sich ein professioneller Fenstertausch?
Ein fachgerecht ausgeführter Fenstertausch zahlt sich mehrfach aus:
✔ Längere Lebensdauer der neuen Fenster
✔ Besserer Wärmeschutz und geringere Heizkosten
✔ Höherer Wohnkomfort durch weniger Zugluft und bessere Schallisolierung
✔ Keine unangenehmen Überraschungen durch Feuchte oder Schimmel nach kurzer Zeit
Moderne Montageverfahren sind heute so effizient, dass der Austausch oft in wenigen Stunden pro Fenster stattfindet – ohne aufwendige Baustellen im Inneren.
Fazit
Der Fenstertausch ist eine lohnende Investition in die Zukunft Ihres Hauses: Er erhöht die Energieeffizienz, senkt die Heizkosten und sorgt für mehr Wohnkomfort. Eine gute Vorbereitung, fachgerechte Ausführung und geeigneter Schutz der Innenräume minimieren Aufwand und Schmutz. Während erfahrene Heimwerker einzelne Fenster eventuell selbst tauschen können, bringt ein Fachbetrieb wie TMP klar messbare Vorteile – insbesondere in puncto Sicherheit, Effizienz und Förderfähigkeit.
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